Richtig tapezieren 4/5 (1)

Tapezieren kann einfach sein, wenn man die richtigen Tricks und Handgriffe kennt, um die Tapetenbahnen sicher an die Wand zu bringen. An Werkzeug fürs Tapezieren braucht man: Tapete, Kleister, Spachtel, Spachtelmasse, Kreppband, Abdeckfolie, Tapeziertisch, Leiter, Quast und Eimer,Tapezierbürste, Nahtroller, Zollstock oder Maßband, Tapetenschere, Cuttermesser, Lot und Tapeziermesser.

Bevor man mit dem Tapezieren anfängt, muß natürlich das Mobilar von den Wänden abgerückt, ausgeräumt und von der Wand abgeschraubt werden.
Da man wahrscheinlich nicht alle Möbel aus dem Raum räumen kann, die Möbel, zum Beispiel die Couch so auf die Seite oder in die Mitte des Zimmers rücken, dass die Möbel beim Tapezieren nicht stören.
Nicht zu vergessen, dass die Leiter und ein Tapeziertisch aufgestellt werden muß und dafür beide Utensilien brauchen doch einiges an Platz.


Wer es ganz genau machen will, kann im Vorfeld Türen, Fenster, Heizkörper und Fußleisten putzen und dann entsprechend mit Klarsichtfolie (gibt es im Baumarkt) schützen. Fußleisten sollten mit Kreppband abgeklebt werden.
Nun den Fußboden mit Klarsichtfolie (Tapezierfolie) abdecken, mit Paketband festkleben, damit es keine bösen Überraschungen nach dem Tapezieren gibt.

Die alten Tapeten zum besseren Lösen mit Tapetenlöser oder Spüliwasser mit einem Quast oder einem Schwamm einweichen. Es muß nicht unbedingt der teure Taptenablöser sein, eine Mischung aus heißem Wasser und Spülmittel hat fast die gleiche Wirkung und ist bedeutend preiswerter. Nach einer kurzen Einwirkzeit die Tapete mit einem Spachtel von unten nach oben entfernen. Hartnäckige Tapetenreste nochmals mit der Tapetenlösung einreiben und einige Zeit einwirken lassen. In der Regel lassen sich so auch widerspenstige Tapeten oder übergeklebte Taptenbahnen ablösen.
Manche schwören auf heißen Wasserdampf zum Ablösen der Tapeten. Dazu braucht jedoch eine spezielle Dampfmaschine. Ob sich diese Anschaffung unbedingt lohnt, muß jeder selbst entscheiden. Beim Spachteln darauf achten, dass der Putz unter der Tapete nicht übermäßig zerstört wird. Leichte Löcher lassen sich mit einer speziellen Spachtelmasse wieder verputzen.
Wasserfeste Tapeten sollten vor dem Anbringen des Tapetenlösers mit einer Perforierwalze bearbeitet werden, damit die Flüsssigkeit der Tapetenlöser in die Tapete einziehen kann.


Bevor nach dem Ablösen der Tapete mit dem Tapezieren begonnen wird, mit einem Spachtel alle testlichen Tapetenteste und Unebenheiten an der Wand entfernen. Löcher im Putz mit Gips-Reparaturspachtel oder Instant-Spachtelmassen zuspachteln.

Beim Tapezieren gilt der Spruch“immer mit dem Licht“, das heißt, man beginnt mit den ersten Tapetenbahnen am Fenster und tapeziert in den Raum hinein.
Zuerst muß der Taptenkleister nach Herstellerangaben angerührt werden. Man nimmt klares Wasser, streut den Kleister ein und verrührt das Ganze mit einem Holz Rührlöffel oder einem Rührquirl.
Auf dem aufgestellten Tapeziertisch die Taptenrolle ausrollen und mit einem Quast gleichmäßig und nicht zu nass einkleistern. Dazu den Quast in den Kleistereimer eintauchen und am Eimerrand leicht abstreichen.
Rauhfasertapeten und schwere Tapeten brauchen etwas mehr Kleister als glatte dünne Tapeten.
Der Tapetenkleister soll nicht vom Quast runtertropfen, das wäre zu nass. Man alternativ mit einer Kleistermaschine (kostet ca. 100 Euro) arbeiten.
Die Länge der Wand ausmessen. Die Tapetenbahn zurechtschneiden, man gibt zur benötigten Tapetenlänge noch 10 cm für den Verschnitt hinzu. Also, Wandlänge ist beispielsweise 2,50 m, dann kommen noch 10 cm für den Tapetenverschnitt hinzu, das heißt, dann sind es 2,60 m an Tapetenlänge, die man abschneiden muß.
Die eingekleisterte Tapetenbahn jeweils ein Drittel von oben und zwei Drittel von unten aufnehmen und zur Mitte zusammenlegen. Tapetenbahnen nach Herstellerangaben einweichen lassen.


Nach der Einweichzeit die Tapetenbahn von oben nach unten aufziehen, an die Wand von oben nach unten kleben. Mit einem Tapezierwischer (Tapezierbürste) gleichmäßig und zügig andrücken, so dass sich keine Blasen und Falten bilden können.
Nun Tapetenbahn für Tapetenbahn auf Stoß anbringen, das heißt, die Tapetennähte, bzw. Tapetenkanten gleichmäßig nebeneinander kleben, so dass sich die Tapetenränder berühren.
Tapete über der Fußleiste in der gewünschten Höhe mit einem Tapetenmesser abschneiden. Aussparungen bei Steckdosen und Lichtschalter bedenken und die Tapete an diesen Stellen antsprechend ausschneiden.
Zwischendurch immer wieder mit dem Lot nachmessen, ob die Tapetenbahnen gerade an der Wand angebracht sind. Fehler lassen sich im feuchten Zustand der Tapete noch schnell korrigieren.
Darauf achten, dass die frische Tapete langsam trocknet, das heißt, nicht zu sehr heizen und keinen Durchzug machen.
Wer über einige Tage tapeziert, sollte den Quast nie mit Kleister behaftet, stehen lassen, der Quast wird hart und unbrauchbar. Den Kleister aus dem Quast daher immer auswschen.
Alle anderen Geräte, die man zum Tapezieren brauchte, zwischendurch immer mal säubern. Und selbstverständlich nach Beendigung der Tapezierarbeiten komplett reinigen und wegpacken-bis zum nächsten Mal!
Ein Tipp noch für Raucher, die in der Mietwohnung stark rauchen: Es gibt in Baumärkten eine sogenannte Isolierwandfarbe, auch Sperrgrund genannt und als Nikotin-Sperre oder Nikotin-Grundierung bekannt, genannt. Diese Isolierwandfarbe deckt Flecken ab und verhindert das Durchscheinen der Flecken, auch nach längerer Zeit hält die Farbe dicht.


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